Handbuch - Aktivitäten und Lebenswelten
Abschlussbedingungen
K31-1 Eine diskriminierungsfreie Ausübung religiöser und spiritueller Bedürfnisse der Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen wird ermöglicht
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Anforderung
- Religiöse und spirituelle sowie agnostische bzw. atheistische oder vergleichbare Bedürfnisse werden berücksichtigt
- Gebets- und Fastenzeiten werden bei der Pflege- /Versorgungsplanung berücksichtigt
Dokumententyp
- Pflege-/Versorgungskonzept
- Alternative: Aufnahmebogen
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Was
- Es geht darum, ein inklusives Umfeld zu schaffen, das die individuellen Glaubensvorstellungen respektiert und Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen in ihrer spirituellen Praxis unterstützt.
Warum
- Die Unterstützung der diskriminierungsfreien Ausübung religiöser und spiritueller Bedürfnisse in der Pflege/Versorgung ist wichtig, um die Individualität und Würde zu fördern.
- Dies hat positive Auswirkungen auf die Pflege-/Versorgungsqualität und das Wohlbefinden der Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/ Klient*innen.
- Es verbessert die Beziehung zwischen MA und Pflegeempfänger*innen und verhindert Diskriminierung.
Wie
- Individuelle Bedarfsanalyse: Berücksichtigen Sie Glaubensvorstellungen, Rituale und Praktiken.
- Diversitätssensibilität: Fortbildungen können dazu beitragen, das Verständnis und den Respekt für die Vielfalt der Glaubensrichtungen zu fördern.
- Passen Sie die Pflege-/Maßnahmenpläne an die individuellen Bedürfnisse an, wenn es um religiöse Rituale, Gebete oder bestimmte Ernährungsgewohnheiten bzw. Fastenzeiten geht.
- Gebetsräume einrichten: Stellen Sie einen Raum für Gebete und spirituelle Praktiken zur Verfügung, der für alle Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/ Klient*innen zugänglich ist. So können Menschen ihre religiösen/spirituellen Bräuche pflegen.
- Interkulturelle Kommunikation: Fördern Sie eine offene und respektvolle Kommunikation zwischen MA, Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen und ihren Angehörigen/Wahlfamilien, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.
- Einbindung von Angehörigen/Wahlfamilie: Fördern Sie die Einbeziehung von Angehörigen/Wahlfamilien, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen und die Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen in ihrer spirituellen Praxis zu stärken.
- Zusammenarbeit mit religiösen Gemeinschaften: Suchen Sie nach Möglichkeit die Zusammenarbeit mit lokalen religiösen Gemeinschaften, um die bestmögliche Unterstützung und Informationen anbieten zu können
Weiterführende Informationen
- Interkulturelle Öffnung der Langzeitpflege in München - Interreligiöser Raum der Stille.
- Handreichung: Spiritualität und Religion.