Handbuch - Pflege/Versorgung/Therapie/Begleitung
Completion requirements
K28-1 Angehörigen/Wahlfamilien werden bei Bedarf Zimmer/ Schlafmöglichkeiten angeboten oder vermittelt
__________________________________________________________________________________________
Anforderung
- Angehörigen/Wahlfamilien werden bei Bedarf Zimmer/ Schlafmöglichkeiten angeboten oder vermittelt, z.B. im Krankheitsfall oder in der Sterbephase.
Dokumententyp
- Pfleg-/Versorgungskonzept
- Alternative: Pflege-/Versorgungsleitbild
__________________________________________________________________________________________
Was
- Angehörige/Wahlfamilie über Nacht in der Einrichtung oder in unmittelbarer Nähe zu haben, kann für Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen und die Angehörigen/Wahlfamilie selbst in unterschiedlichen Lebenssituationen ein großes Bedürfnis sein.
Warum
- Es gibt Lebenssituationen und Krisen, in denen Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen und ihre Angehörigen/Wahlfamilie über einen Zeitraum einen engen Kontakt und Austausch benötigen. Die Begleitung von Krisen, Krankheit oder dem Tod kann durch die engsten Vertrauenspersonen eine sichere und vertrauensvolle Umgebung schaffen.
Wie
- Ein diversitätssensibles Pflege-/Versorgungs- oder Angehörigenkonzept in der Pflege-/Versorgungsplanung ist erforderlich, um den vielfältigen Bedürfnissen von Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen und ihrer Angehörigen/Wahlfamilie gerecht zu werden.
- Eine weitere Möglichkeit ist die Regelung von Schlafmöglichkeiten für Angehörige/Wahlfamilie in einem Leitbild festzuhalten.
- MA sollten sich auf verschiedene kulturelle Hintergründe einstellen und diese berücksichtigen. Dazu gehören Aspekte wie unterschiedliche Familienstrukturen, Rituale, religiöse Bräuche und Erwartungen an die Pflege/Versorgung.
- Ma sollten sich bewusst sein, wie Vorannahmen kultureller Hintergründe die Wahrnehmung der Pflege/Versorgung beeinflussen können.
Weiterführende Informationen
- Das Konzept sollte den Begriff der Angehörigen erweitern, um auch "Wahlfamilie" einzuschließen. Dies bedeutet, dass nicht nur biologische Verwandte, sondern auch enge Freund*innen oder Personen, die emotional als Familie empfunden werden, in den Pflege-/Versorgungsprozess einbezogen werden können. Eine flexible Definition von Familie ermöglicht es, die sozialen Netzwerke der Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen angemessen zu berücksichtigen.