Handbuch - Pflege/Versorgung/Therapie/Begleitung
Abschlussbedingungen
K26-1 Eine Liste mit diversitätssensiblen Gesundheitsdienstleister*innen ist verfügbar
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Anforderung
- Listen von Gesundheitsdienstleister*innen mit dem Fokus auf LSBTI* und Menschen mit Migrationsgeschichte liegen vor
Dokumententyp
- Kontaktliste o. ä.
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Was
- Die Bereitstellung von Informationen über Ärzt*innen und Gesundheitsdienstleister*innen, die sensibilisiert in Bezug auf Menschen mit Migrationsgeschichte und LSBTI* sind, fördert eine integrative Gesundheitsversorgung, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Warum
- Diversitätssensible Gesundheitsdienstleiter*innen heranzuziehen, kann sicherstellen, dass niemand aufgrund der Herkunft oder sexueller und geschlechtlicher Identität eine unangemessene medizinische Versorgung erfährt.
- Sie sind in der Lage, die vielfältigen Hintergründe zu verstehen, Missverständnisse zu vermeiden und optimale Versorgung anzubieten.
Wie
- Zur Umsetzung ist die Erstellung einer Kontaktliste mit diversitätssensiblen Gesundheitsdienstleister*innen relevant. Diese kann bei Anfragen vorlegt werden oder in der Einrichtung ausgehängt werden.
- Kontaktieren Sie lokale LGBTI*-Organisationen und MOs (Migrationsorganisationen). Sie können Empfehlungen für diversitätssensible Gesundheitsdienstleister geben.
Weiterführende Informationen
- Mehrsprachige Kommunikation spielt für Menschen mit Migrationsgeschichte eine große Rolle.
- Für eine gute Versorgung ist es wichtig, dass Einrichtungen eine Zusammenarbeit mit auf HIV spezialisierten Ärzt*innen gewährleisten. Das ermöglicht auf der einen Seite eine bestmögliche Behandlung der HIV-Infektion selbst und auf der anderen Seite den kontinuierlichen Wissenstransfer aktueller medizinischer Entwicklungen im Themengebiet HIV. Diesen Wissenstransfer ermöglicht auch eine Zusammenarbeit mit örtlichen Beratungsstellen zum Thema HIV/AIDS. Unter dem Dach der Deutschen AIDS-Hilfe haben sich eine Vielzahl von Organisationen, meist örtliche Aidshilfen, zusammengefunden. Sowohl der Dachverband, als auch die Mitgliedsorganisationen haben eine Vielzahl von Informationsbroschüren entwickelt, die Menschen mit HIV/AIDS und u. a. medizinisches Personal mit diversen Informationen versorgen. Viele örtliche Aidshilfen bieten, neben individuellen Beratungen, auch Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen an.
- Recherchieren Sie auf online Community-Portalen (z. B. Gynformation oder Queermed).
- Recherchieren Sie in LSBTI*-Branchenführern (z. B. Siegessäule Kompass).
- Achten Sie auf Praxen, die mit dem Gütesiegel Praxis Vielfalt ausgezeichnet sind auf Praxis Vielfalt.