Handbuch - Pflege/Versorgung/Therapie/Begleitung
Abschlussbedingungen
K25-1 Mögliche Auswirkungen von Demenz auf geschlechtliche Identität sind bekannt
__________________________________________________________________________________________
Anforderung
- Es gibt MA, die spezielle Kenntnisse hinsichtlich der möglichen Auswirkung von Demenz auf geschlechtliche Identität haben
Dokumententyp
- Protokoll Teamsitzungen
- Alternative: Teilnahmebescheinigungen/-liste Fortbildung
__________________________________________________________________________________________
Was
- Im Jahr 2018 lebten bundesweit rund 1.700.000 Menschen im Alter von 65 und älter mit einer dementiellen Erkrankung. Ausgehend von einem Bevölkerungsanteil von durchschnittlich 7,4 % LSBTI* ergibt sich somit eine Zahl von etwa 125.800 Lesben, Schwulen, Bisexuelle, Trans* und Inter* mit dementiellen Erkrankungen.
- Mit Geschlechtsidentität ist die eigene Wahrnehmung und das eigene Empfinden der Zugehörigkeit zu einem, keinem oder auch mehreren Geschlechtern gemeint.
Warum
- Dementielle Veränderungen bei LSBTI* betreffen die geschlechtliche Identität der Menschen. Folgende Probleme, die in diesem Kontext z.B. bei trans* Personen vorkommen können:
- trans*Personen vergessen, ihre Medikamente zu nehmen, was z.B. zu einer Zunahme des Risikos, Osteoporose zu bekommen, führen kann.
- trans*Personen vergessen möglicherweise, dass sie ihr Geschlecht angeglichen haben und wissen nun nicht mehr, welche Toilette sie benutzen können.
Wie
- Zur Umsetzung sollten mindesten zwei MA geschult sein, um die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz hinsichtlich der möglichen Auswirkung auf geschlechtliche Identität zu berücksichtigen.
- Alternativ können Protokolle von Teamsitzungen aufzeigen, dass der Themenkomplex Demenz und geschlechtliche Vielfalt Gegenstand war.
- Alle Informationen zu Fortbildungen im Programm Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® finden sich im Dokument Fortbildungsübersicht.
Weiterführende Informationen
- Die Broschüre des Kompetenzzentrums Demenz in Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Geschäftsstelle "Echte Vielfalt" und der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein bietet Informationen für unterschiedliche Zielgruppen für den Umgang mit queeren Menschen mit Demenz. Hier geht es zur Broschüre.