Handbuch - Personalmamagement
| Website: | Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt. |
| Kurs: | Vorprogramm |
| Buch: | Handbuch - Personalmamagement |
| Gedruckt von: | Gast |
| Datum: | Samstag, 10. Januar 2026, 05:31 |
Inhaltsverzeichnis
- K13-1 Stellen- bzw. Ehrenamtsbeschreibungen nennen Diversitätssensibilität als Aufgabenbereich
- K13-3 Medien/Plattformen unterschiedlicher Communities werden für die Personalrekrutierung genutzt
- K13-11 Vom Personalausweis abweichende Vornamen bzw. Pronomen werden respektiert und verwendet
- K15-1 MA haben eine Basisfortbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt absolviert
- K15-2 MA haben eine Basisfortbildung zu (post-)migrantischer Vielfalt absolviert
K13-1 Stellen- bzw. Ehrenamtsbeschreibungen nennen Diversitätssensibilität als Aufgabenbereich
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Anforderung
- Aus den Stellenbeschreibungen und ggf. Ehrenamtsbeschreibungen geht hervor, dass Diversitätssensibilität im Arbeitsalltag unbedingt zu berücksichtigen ist
Dokumententyp
- Stellenbeschreibung und ggf. Ehrenamtsbeschreibungen
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Was
- Die Stellen-, Arbeitsplatz- oder Tätigkeitsbeschreibung beschreibt alle maßgeblichen Aufgaben und Kompetenzen einer Stelle und muss deshalb auch Diversitätssensibilität explizit anführen.
Warum
- Durch die Nennung von diversitätssensibler Pflege/Versorgung in der Stellenbeschreibung wird der Stellenwert von Vielfalt im Unternehmen hervorgehoben und verbindlich gemacht. In Fällen von z. B. Diskriminierung von Pflegeempfänger*innen/Patient*innen/Klient*innen durch MA oder in anderen Streitfällen können sich Arbeitgeber*innen auf die von der*dem MA unterzeichnete Stellenbeschreibung berufen und Diversitätssensibilität rechtlich bindend einfordern.
- Dies betrifft auch Ehrenamtsbeschreibungen, da Ehrenamtliche in der Pflege und Versorgung eine wichtige Rolle spielen; besonders wenn es um Diversität geht, sind sie wichtige Akteur*innen. Ein Beispiel dafür kann die Unterstützung demenzerkrankter Menschen mit Migrationsgeschichte im Alltag sein, die sprachliche Unterstützung benötigen.
Wie
- Aus den Stellenbeschreibungen und ggf. Ehrenamtsbeschreibungen geht hervor, dass diversitätssensible Pflege/Versorgung von LSBTI* und Menschen mit Migrationsgeschichte Bestandteil des Aufgabengebietes ist.
- Die Nennung von diversitätssensibler Pflege/Versorgung als Aufgabenbereich in Stellenbeschreibungen legt die Anforderung der Position fest, sich an den Standards und Werten diversitätssensibler Pflege/Versorgung zu orientieren.
K13-3 Medien/Plattformen unterschiedlicher Communities werden für die Personalrekrutierung genutzt
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Anforderung
- Es werden Medien/Plattformen der LSBTI*- und (post-)migrantischen Communities für die Personalrekrutierung genutzt
Dokumententyp
- Stellenanzeigen
- Alternative: Fotos
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Was
- Angehörige marginalisierter Gruppen sind häufig über eigene Medien oder (Internet )Plattformen vernetzt. Ein Beispiel ist die Plattform queer.de als Magazin und Vernetzungsplattform der LSBTI*-Community, auf der auch Jobs inseriert werden können.
Warum
- Die gezielte Nutzung von Medien/Plattformen verschiedener Communities für die Personalrekrutierung eröffnet für Unternehmen die Möglichkeit, ein breites und vielfältiges Bewerber*innenpublikum anzusprechen und ihre Rekrutierungsbemühungen zu diversifizieren. Dies kann dazu beitragen, vielfältige und inklusive Teams aufzubauen, was wiederum die Leistungsfähigkeit und Innovation fördern kann.
- Zudem positioniert sich das Unternehmen durch die gezielte Platzierung von Stellenanzeigen in Community-Medien und/oder -Plattformen nach außen hin als bewusst diversitätsfreundlich und kann so ein positiveres Employer-Branding entwickeln.
Wie
- Stellenanzeigen werden in communityspezifischen Medien veröffentlicht.
- Präsenz als Arbeitgeber*in bei communityspzifischen Jobmessen.
- Alternativ bietet sich auch an, Stellenausschreibungen analog in öffentlich zugänglichen Räumen von LSBTI*-Organisationen und Organisationen für Menschen mit Migrationsgeschichte auszuhängen.
Weiterführende Informationen
K13-11 Vom Personalausweis abweichende Vornamen bzw. Pronomen werden respektiert und verwendet
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Anforderung
- Die geschlechtliche Identität der MA wird durch die gewünschte Ansprache respektiert
- Von MA gewählte Vornamen werden verwendet
Dokumententyp
- Einarbeitungskonzept
- Alternative: Checkliste Einarbeitung
- Alternative: Diversitätskonzept
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Was
- Bei trans*, inter* sowie nicht-binären Menschen unterscheidet sich die eigene Geschlechtsidentität vom bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht.
- Häufig identifizieren sich o. g. Personen nicht mit den Vornamen oder Geschlechtskategorien, die in Dokumenten (wie z. B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) aufgeführt sind, sondern verwenden andere Namen bzw. Pronomen.
- Die Ansprache mit den von der Person nicht (mehr) verwendeten Namen wird auch als „Deadnaming“ bezeichnet. Die Ansprache mit den nicht verwendeten Pronomen wird üblicherweise auch als „Misgendering“ bezeichnet.
- Seit Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes im Jahr 2024 ist eine absichtliche Schädigung betroffener Personen durch Deadnaming oder Misgendering busgeldbewehrt.
Warum
- Die Ansprache mit nicht (mehr) verwendeten Namen oder nicht zur Geschlechtsidentität passenden Pronomen kann bewusst oder unbewusst passieren und wird von betroffenen Personen als Mikroagression, respektlos oder belästigend wahrgenommen.
- Betroffene berichten von Stigmatisierungsempfindungen und negativen psychischen Konsequenzen. Deadnaming und Misgendering erhöhen die Inzidenz von Depressionen und Suizidalität.
Wie
- Das Unternehmen sollte im Diversitätskonzept klar festlegen, dass von behördlichen Dokumenten abweichende Vornamen bzw. Pronomen respektiert und verwendet werden sowie klare Konsequenzen bei Nichtbeachtung definieren.
- Bei Einstellung neuer MA sollte durch offene Fragen in Erfahrung gebracht werden, welche Vornamen oder Pronomen MA verwenden. Dies sollte im Einarbeitungskonzept fest verankert werden.
Weiterführende Informationen
K15-1 MA haben eine Basisfortbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt absolviert
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Anforderung
- Innerhalb der letzten vier Jahre haben mind. 50 % der MA eine Basisfortbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt absolviert
- Fortbildungsmerkmale:
- Mind. 3 h
- MA aus allen Bereichen nehmen teil
- Auch Ehrenamtlichen wird die Teilnahme ermöglicht
- Digitale und analoge Fortbildungsformate werden genutzt
Dokumententyp
- Teilnahmebescheinigungen/-listen
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Was
- Ein zentraler Bestandteil der Qualifizierung für das Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® sind Fortbildungen für MA zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.
Warum
- Die Auseinandersetzung mit Diversität und Diskriminierung ist ein kontinuierlicher Reflexions- und Lernprozess.
- Nur wenn MA über ein Basiswissen zu LSBTI*-sensibler Pflege/Versorgung verfügen, können sie bei ihrer Arbeit adäquat auf die individuellen Bedarfe der Zielgruppe eingehen, eigenes Verhalten hinterfragen und eine diversitätssensible Haltung entwickeln.
Wie
- Alle Informationen zur Basisfortbildung sexuelle und geschlechtliche Vielfalt finden sich im Dokument Fortbildungsübersicht.
- Für eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® sind lediglich die Basisfortbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie die Basisfortbildung zu (post-)migrantischer Vielfalt obligatorisch.
- Die Basisfortbildungen stehen Ihnen auf unserer digitalen Plattform Gesundheit gestalten konstenlos zur Verfügung und können von allen interessierten Personen absolviert werden. Dazu müssen Sie sich nur registrieren. Zum E-Learning Bereich gelangen Sie hier.
K15-2 MA haben eine Basisfortbildung zu (post-)migrantischer Vielfalt absolviert
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Anforderung
- Innerhalb der letzten vier Jahre haben mind. 50 % der MA eine Basisfortbildung zu (post )migrantischer Vielfalt absolviert
- Fortbildungsmerkmale:
- Mind. 3 h
- MA aus allen Bereichen nehmen teil
- Auch Ehrenamtlichen wird die Teilnahme ermöglicht
- Digitale und analoge Fortbildungsformate werden genutzt
Dokumententyp
- Teilnahmebescheinigungen/-listen
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Was
- Ein zentraler Bestandteil der Qualifizierung für das Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® sind Fortbildungen für MA zu (post-)migrantischer Vielfalt.
Warum
- Die Auseinandersetzung mit Diversität und Diskriminierung ist ein kontinuierlicher Reflexions- und Lernprozess.
- Nur wenn MA über ein Basiswissen zu (post-)migrantischer Vielfalt verfügen, können sie bei ihrer Arbeit adäquat auf die individuellen Bedarfe der Zielgruppe eingehen, eigenes Verhalten hinterfragen und eine diversitätssensible Haltung entwickeln.
Wie
- Alle Informationen zur Basisfortbildung (post-)migrantische Vielfalt finden sich im Dokument Fortbildungsübersicht.
- Für eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® sind lediglich die Basisfortbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie die Basisfortbildung zu (post-)migrantischer Vielfalt obligatorisch.
- Die Basisfortbildungen stehen Ihnen auf unserer digitalen Plattform Gesundheit gestalten konstenlos zur Verfügung und können von allen interessierten Personen absolviert werden. Dazu müssen Sie sich nur registrieren. Zum E-Learning Bereich gelangen Sie hier.